Mediation

Wörtlich übersetzt bedeutet „Mediation“ Vermittlung. Gemeint ist die Vermittlung in Streitfällen durch einen allparteilichen Dritten, den Mediator, der von allen Konfliktparteien als neutrale Instanz akzeptiert wird. Die Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Konfliktlösungsverfahren, in dem die Parteien eine gemeinsame Konfliktlösung anstreben. Es obliegt einzig den Konfliktparteien diese Lösung gemeinsam zu erarbeiten; der Mediator greift inhaltlich nicht ein. Er trägt Sorge dafür, dass auf Augenhöhe verhandelt wird und die Parteien einen wertschätzenden Umgang miteinander pflegen.

Ablauf einer klassischen Mediation:

  • Vorbereitung und Mediationsvertrag
  • Mediationsgespräch
    • Einleitung
    • Konfliktdarstellung
    • Konflikterhellung
  • Lösungsfindung
  • Übereinkunft
  • Überprüfung

Mediation ist stets eine zusätzliche Option

Zwar sollen gerichtliche Auseinandersetzungen vermieden werden, bereits eingeleitete gerichtliche Verfahren während des Mediationsverfahrens ruhen, der Rechtsweg ist aber dennoch später nicht ausgeschlossen.

Vorteile einer Mediation:

  • Es gibt keine Entscheidung durch Dritte
  • Als Ergebnis wird eine zukunftsorientierte Lösung erzielt, bei der alle Seiten gewinnen (Win-Win-Situation)
  • Erzielung wirtschaftlich sinnvoller und nachhaltiger Ergebnisse
  • Die Erfolgschancen sind hoch und liegen bei 80-90%
  • Die geschäftlichen und persönlichen Beziehungen bleiben erhalten, werden wiederhergestellt oder neu gestaltet
  • Es entsteht eine Zeitersparnis gegenüber Gerichtsverfahren
  • Die Kosten werden reduziert und personelle und betriebliche Ressourcen geschont
  • Durch die der Mediation eigenen Vertraulichkeit werden Betriebsgeheimnisse gewahrt und Rufschädigung und Imageverlust minimiert
  • Dadurch,  dass gemeinsame Lösungen erarbeitet wurden, kommt es zu einer nachhaltigen Steigerung der persönlichen und betrieblichen Produktivität
  • Eine Mediation ist deutlich kostengünstiger als ein Gerichtsverfahren